Archiv der Kategorie: Wassersport

Auch mal einen anderen Anbieter ausprobieren: current-raft Rodeo

Bei der ganzen Recherche im Internet stößt man natürlich auch auf solche Namen wie Alpaka, Nortik, GP und auch Kokopelli – damit sind noch lange nicht alle genannt – und so landeten wir dann bei current-raft, deren Preise irgendwie einer ganz anderen Dimension anzugehören schienen. Beim Sichten der Seite sahen wir die Möglichkeit auch hier mal ein current-raft Rodeo und MRS Nomad S1 am UferPackraft zu leihen, um das Boot zu testen, wir wollten die Dinger zu dem Preis auch mal „befummeln“. Also orderten wir uns das Rodeo (die Spritzdecke gab den Ausschlag) für ein Wochenende (bekamen aber leider wohl nur ein Vorserienmodell, da es in der Konstellation nicht anders ging, was uns aber nicht schreckte) um es auf unserem „Haussee“ und vielleicht auch an anderen Orten auszuprobieren. Die Meinungen von meiner Frau und mir gingen im Bezug auf das Einsatzgebiet des Boote doch etwas auseinander. Auf der Webseite wird das Rodeo als Allround-Packraft empfohlen, die eigentliche Beschreibung zum Boot sagte da aber etwas ganz anderes. Also wollten wir es ausprobieren.  Waren wir ja von TrekPack in Sachen Liefertermin schon verwöhnt, current-raft setzte noch einen drauf –  an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die frühe Lieferung. So konnten wir doch noch Spass mit demJanine paddelt das Rodeo Boot haben, auch wenn danach alles anders kam, als geplant. Auf dem Wasser zeigte sich das Boot so, wie ich es erwartet hatte: wenn ich es charakterisieren sollte, würde ich es als verspielt bezeichnen. Extrem wendig und spurtstark, gut zu beherrschen. Im Whitewater (so man da zuhause ist) sicher ein Genuß. Aber für unsere Vorhaben eher nicht das richtige Boot. Das Sülrandgestänge zeigte dann auch beim Auspacken schon die Grenzen auf. Es läßt sich nicht mal eben im Rucksack verstauen. Ansonsten machen die verwendeten Materialien Ein Packraft auf dem Otto Maigler Seeeinen hervorragenden Eindruck, wenn es auch alles etwas härter anmutet, als das bisher gesehene. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu kritisieren.

Unser Fazit: Hätten wir eine andere Zielsetzung und andere Gewässervorlieben, wäre das was.

Ein paar technische Daten:

Maße:
Außenlänge: 255cm oder 275cm
Innenlänge: 115cm oder 135cm
Außenbreite: 94cm
Innenbreite: 38cm
Schlauchdurchmesser: 28cm

Traglast: 170kg/180kg
Packmaß (ca.): 26l/29l
Lukengröße: 45cm x 72cm

Gewichte
Packraft 420DSchläuche/840D Boden: 3400g
(inklusive Süllrand, Befestigungen, Ventil)

Ein weiterer Test, der MRS Alligator

Drum prüfe, wer sich ewig bindet – damit meinte Schiller kein Boot, aber auch da haben diese Worte sicher eine Berechtigung. Wieder fand ein Karton von TrekPack den Weg zu Janine im MRS Alligatoruns, diesmal mit einem Alligator. Leider nicht der Alligator 2S Pro in der XXL Version, sondern nur das „einfache“ Reptil. Die ersten Testfahrten zeigten ein äußerst agiles und stabiles Boot, das auf jeden Paddelschlag reagiert. Es ist sehr rasant zu beschleunigen und verfügt mir Skeg trotzdem über einen schönen Geradeauslauf. In Sachen Wendigkeit wirkt mein Nomad dagegen geradzu behäbig. AuchHelmut paddelt den Alligator dieses Packraft wollten wir dann auch über den großen See jagen und mal gucken, wie sich die Echse dort schlägt.

Am Rursee angekommen bauten wir, bei heraufziehenden dunkeln Wolken, unsere Boote auf und machen uns bereit aufs Wasser zu gehen, es sollte ja erst in etwas mehr als einer Stunde regnen. Auch die anderen Menschen um uns herum ließen sich nicht beeindrucken, warum also wir ? Los ging es dann bei viel weniger Wind als beim letzten Mal und der Alligator bewies, dass man mit ihm auch richtig Strecke machen kann. Wir kamen viel schneller voran als bei Regenwolken über dem Rurseeunserer ersten Fahrt, genoßen es auch mit dem einsetzenden Regen. Der hielt aber nicht wirklich lange an und bei Sonnenschein ging es gute 10 km über den See.  Alligator und Nomad ließen sich schön gemeinsam in gemütlichem Tempo über den See paddeln, ohne uns anzusterngen konnten wir 4 km/h wunderbar halten.

Unser Fazit: Ein tolles Boot, das sehr agil und schnittig ist, wunderbar für längere Touren, aber sicher auch schön „verspielt“ im wilden Wasser.MRS Alligator 2S am Ufer

Ein paar technische Daten:

Gewichte:
Boot: 2900g (inkl. Persenning/Verdeck)
Schürze / Süllrand: 330g / 160g
Sitz / Lehne: 180g / 120g
Boot komplett: 3690g
Maße:
innen
Länge: 132cm
Breite: 33cm
außen
Länge: 256cm
Breite: 87cm
Wasserline: 195cm
Schlauchdurchmesser: 27cm
Packmaß: ca. 40 x 25cm
längstes Süllrandsegment: 60cm
Zuladung: 140kg
Rumpfgeschwindigkeit: 5km/h

Man sollte sich ja nicht nur eines ansehen, also auch noch das Anfibio Rebel 2K

Packraft mit dem Pumpsack aufblasenMir war nach dem Microraft schon klar, welches Boot ich haben möchte, aber Janine wollte ein etwas größeres in klassischer Form testen. Es bestach durch ein besonders geringes Gewicht, auch für ein Packraft. Außerdem gibt es das mit einem ganz besonderen internen Packsystem, welches wir aber bei dem Leihboot nicht testen konnten, da es bei TrekPack wohl in der Form nicht ausleihbar ist. Die Größe des Packsacks war jetzt nicht mehr so überraschend, wohl aber das Gewicht – ein echtes Leichtgewicht.

Das Anfibio Rebel 2K wollten wir jetzt ausgiebiger testen, bescherte uns der Feiertag doch ein richtig langes Wochenende. Also ging es dann nach ersten Versuchen auf dem Otto-Maigler-Paddeln im Anfibio Rebel 2KSee zum Rursee. Die See-Dimenson gleich einmal verzehnfachen. Bei starkem Wind und Böen um 45 km/h paddelten wir frohen Mutes und voller Ehrgeiz durch die Fluten des Eifelstausees. Es war ein herrlicher Tag mit Sonnenschein. Uns war klar, für den Rückweg würden wir eines der Fährschiffe nutzen, mal gucken bis wohin wir gepadelt bekommen. Das Rebel ist dann wirklich nicht das schnellste Boot im Shop und bei Wind dreht es sich schnell bei. Im Packraft auf dem stürmischen RurseeAber Janine hielt tapfer durch und so kämpften wir uns, mit der einen oder anderen Zickzackfahrt, gute 5 km durch Wind und Wellen. Erschöpft aber durchaus glücklich packten wir irgendwann unsere Boote an einem steinigen Ufer wieder in die Rucksäcke und stapften Richtung Bedarfsanleger Kemeter, wo uns dann das letzte Schiff des Tages einsammelte. Von unserer Einstiegsstelle noch ein kurzer Weg bergauf zum Auto und ab Nachhause.

2 Tage später befuhren wir dann auch noch die Erft, um das Verhalten des Bootes auf einem Fluß zu erleben: es lief nicht weniger gut.

Fazit zum Anfibio Rebel 2K: Ein wirklich tolles Boot, wenn es um Wanderungen mit einem kleineren Paddelanteil geht, das geringe Gewicht und das kleine Packmaß sind wunderbar um es noch zusätzlich einzupacken. Aber wenn der Schwerpunkt auf ausgedehnten Paddeltouren, wäre es nicht unsere erste Wahl.  Es ist wunderbar geräumig2 Packrafts am Ufer und mit dem zusätzlichen Stauraum bekommt man sicher auch viel Gepäck unter. Der Sitz ist, nach dem Erlebnis mit dem Microraft, saubequem.

Ein paar technische Details zum Boot:

Gewichte:
• Boot ohne TubeBags: 2055 g
• Boot mit TubeBags: 2645 g
• Sitz: 315 g (abnehmbar)
• Packriemen: 25 g
• Blasesack: 100 g
• Reparaturmaterial: 20 g

Maße:
Innen
• Länge: 127 cm
• Breite: 37 cm
Außen
• Länge: 231 cm
• Breite: 91 cm

Wasserlinie: 220 cm
Schlauchdurchmesser: 27 cm
Packmaß:
ohne TubeBags: ca. 30 x 20 cm
mit TubeBags: ca. 30 x 25 cm
Zuladung: 150 kg
Geschwindigkeit: 4,5 km/h

Die Entscheidung war schnell gefallen, das MRS Nomad S1

Die ersten Versuche mit dem Microraft, die Recherchen in Artikeln im Internet und diverse Youtube Videos kristallisierten sich zu einem Boot: das MRS Nomad S1 – dem light fehlt Das MRS Nomad S1die Spritzdecke, fiel also somit aus. Die Qual der Wahl war dann die Farbe: grün … nein. Rot wäre schön auffällig, aber das Lied mit dem knallroten Gummiboot. Ok, da blieb nur noch blau. Der Anfibio Packrafting-Store lieferte echt schnell und schon ging es zu ersten Testfahrten auf den Otto-Maigler-See.

Der erste „richtige“ Einsatz sollte dann ja auch nicht lange auf sich warten lassen, eine Fahrt gemeinsam mit Janine im Anfibio Rebell 2K auf dem Rursee. Bei dem heftigen Wind Stapellauf des Packraftskonnte das Nomad seine Schnittigkeit und höhere Endgeschwindigkeit wunderbar ausspielen –  es machte richtig Spass, Wind und Wellen die Stirn zu bieten. Das Boot fährt sich auf einem ruhigen See wunderbar und hat einen schönen Geradeauslauf – mit verbautem Skeg, versteht sich. Man sitzt sehr bequem und hat noch Stauraum hinter dem Sitz für einen Tages- oder nicht zu vollen Treckingrucksack. Dazu kommt jetzt meine Planung, bei einer Mehrtagestour vorne noch ein 40 l Bowbag  und auf dem Heck das Anfibio Deckpack. Damit sollte dann Stauraum zu genüge sein. Ich muß ja auch erst einmal alles zum See oder Fluß geschleppt haben. Nach Paddeln im Packraft auf dem Seedem Rursee wollten wir das ganze natürlich auch noch auf einem Fluß ausprobieren und hatten eine ca 8,5 km lange Tour auf der Erft geplant. Auch da zeigte sich das Nomad als das Boot, was ich mir vorgestellt hatte. Danach folgten noch weitere Fahrten auf dem Otto- Maigler-See und meine erste Tour auf dem Rhein.

Mein Fazit: Das Nomad ist ein schnelles und bequemes Packraft mit sehr gutem Geradeauslauf. Gewicht und Packmaß sind auch für längere Strecken zum Gewässer noch gut zu händeln – also ein echtes Packraft.

Ein paar technische Daten:

Gewichte:
Boot: 3530g (inkl. Persenning/Verdeck, ohne ISS2)
Schürze / Süllrand: 330g / 160g
Lehne: 290g, Sitz: 250g

Boot komplett:4560g (ohne ISS2)
Maße:
innen
Gesamtlänge: 170cm
Sitzlänge: 130cm
Breite: 33cm
außen
Länge: 295cm
Breite: 87cm
Wasserline: 270cm
Schlauchdurchmesser: 27cm
Packmaß: ca. 40 x 30 cm
längstes Süllrandsegment: 60cm
Zuladung: 190kg
Rumpfgeschwindigkeit: 6km/h

Eingetaucht in die Welt der Packrafts: MRS Microraft

Jetzt sind fast 2 Monate vergangen, seit ich beschlossen hatte mich ausgiebig mit dem Thema Packraft zu beschäftigen und es hat sich für mich wirklich gelohnt. Klar hat man anfangs Zweifel, besonders bezüglich der Stabilität, aber manches erledigt sich einfach Mit dem Boot im Rucksack unterwegsbeim Gebrauch. Inzwischen habe ich mehrere unterschiedliche Boote ausprobiert, nicht nur Anfibio und MRS, auch Current Raft lieh uns ein Testobjekt. Schnell war mir klar in welche Richtung mein Boot gehen sollt, nicht das White Water lockte mich, sondern ein Tourer (der durchauch auch mal WW 2 verträgt) sollte es ein. Optisch sollte das Boot schon etwas von Kajak bzw Candier haben. Eine Spritzdecke sollte vorhanden, evtl aufrollbar sein. Die ersten Versuche machte ich (und die Frau des Hauses konnte dann natürlich auch nicht nein sagen) machte ich mit einem MRS Microraft und war begeistert ob des kleinen Packmaßes, das Boot plus Zubehör kam in einem 60 l Rucksack. So hatte ich mir das vorgestellt: alles notwendige Geraffel auf dem Rücken und dann los in Richtung Gewässer. Auf dem See zeigte das Boot dann seine Wendigkeit und wie stabil so etwas auf dem wasser liegt, mal eben umkippen war nicht. Ich hatte auch beste Bedingungen, um michDas MRS Microraft von der Drehfreudigkeit und Windanfälligkeit zu überzeugen – es herrschte ein fantastischer Gegenwind.

Nach einem Wochenende mit diesem Boot kamen wir beide zu dem Schluß, ein Packraft muß es sein. Für mich brachte es die Unabhängigkeit vom Auto und Janine genoß es auch, darin auf dem Wasser zu sein –  was ihr im Canadier ja nie so richtig gelungen ist.

Im Packraft paddelnAls Fazit könnte man sagen: Das Microraft besticht durch kleines Packmaß und relativ geringes Gewicht, sehr wendiges Fahrverhalten und in der L/XL Variante auch genug Platz für jemanden mit 1,78 m Körpergröße. Die Art der Spritzdecke ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig und im Nachhinein muß ich sagen, nie ohne Skeg kaufen. Ein wirklicher Negativpunkt ist lediglich die Art der Sitzbefestigung: bei Fahrten auf dem sommerlichen See, also nur in Badehose, schnitten die seitlichen Befestigungen sehr stark ein (auch bei sehr dünnen Hosen war das zu bemerken), nichts was man über Stunden ertragen möchte ! Auch die aufblasbare Chillen im MRS MicroraftRückenlehne ist jetzt nicht das beste in Sachen Bequemlichkeit. Die Reisegeschwindigkeit, na ja. Aber Rennboote sind Packrafts ja eh nicht, wer übers Wasser eilen möchte, sollte sich bei anderen Booten umsehen.

Aber es bleibt ein nettes, wendiges Bötchen, in dem man auch mal wunderbar chillen kann.

Ein paar technische Daten:

Gewichte:
Folgende Gewichtsangaben in der Reihenfolge: Größe S/M (abnehmbare Spritzdecke) /Größe L/XL (abnehmbare Spritzdecke)
Boot: 2400g/2600g
Schürze: 360g/380g
Sitz: 180g/250g
Lehne: 60g

Boot komplett: 3000g/3290g

Maße:
Folgende Maßangaben in der Reihenfolge: Größe S/M / Größe L/XL
innen
Länge: 124cm/130cm
Breite: 31cm/32cm
außen
Länge: 233cm/255cm
Breite: 82,5cm/88cm

Wasserline: 175cm/190cm
Schlauchdurchmesser: 26,5cm/28cm
Packmaß: ca. 30 x 20cm/35 x 25cm
Zuladung: 120kg/150kg
Geschwindigkeit: 4,5km/h

Ermöglicht wurde dieser Versuch (und auch noch die folgenden) durch die Firma TrekPack, die sich auf den Verleih unterschiedlicher Packrafts der Marken MRS und Anfibio spezialisiert hat.

Was nicht über Bord gehen soll …

… muß man anbinden.

Da sind zum Beispiel Handy und GoPro, bei denen ich mir immer Gedanken mache, wie ich vermeide sie zu verlieren. Das Handy benutze ich häufig doch etwas sorglos und gehe da Risiken ein. Wenn es einfach so auf dem Spritzdeck liegt, könnte es schon wie auf einem Trampolin von Bord katapultiert werden –  es braucht nur die richtige Welle. Die GoPro ist zwar gesichert, wenn sie auf dem Schwanenhals ist, aber was ist beim Akkuwechsel ? Richtig, da habe ich sie einfach nur in der Hand. Also galt es da etwas zu tun …

Sicherungspad für HandyBeim Handy läßt sich ja auf fertige Produkte zurückgreifen und sei es so ein wasserdichter Plastikbeutel. Wenn das Handy schon wasserdicht ist (ist es, habe ich schon eingehend getestet), dann wollte ich darauf auch verzichten, machen sie die Bedienung doch nicht einfacher. Janine machte mich auf genau das richtige Produkt aufmerksam: ein PE-Pad mit einer kleinenHandy mit Lanyard gesichert Lasche, an der ein D-Ring befestigt ist. So etwas wie dieses hier. Das ganze wird im Bumper verklebt und die Lasche durch die Öffnung für den USB-Stecker geführt. Die Lasche ist dünn genug, um den Stecker nicht zu behindern. Das ganze funktioniert wunderbar.

 

Für die GoPro scheint es tatsächlichts nichts adäquates zu geben, um die Kamera zu sichern, wenn man sie aus dem Gehäuse oder Rahmen nimmt – zumindest habe ich nichts dergleichen gefunden. Aber so ein Haushalt, in dem eine schneidernde Frau zuhause ist, hat immer irgendwelche Stoff-Fummel-Pröbchen herumfliegen. So auch bei uns, sie wurden für andere (Outdoor)Zwecke geordert und dabei war dann auch genau das richtige Material vorhanden. Ein Ripstop-Nylon, GoPro mit Lanyard gesichertaus dem sich ein kleiner Patch schneiden ließ, einen Spalt in die Mitte und dadurch eine kleine Schlaufe des gleichen Materials ziehen, auf der Rückseite verkleben und trocknen lassen. Das ganze Konstrukt habe ich mir dann unten auf die Vorderseite meiner GoPro geklebt (UHU plus schnellfest 2K). Mittels Karabiner wird dann ein Band befestigt und schon ist die Kamera auch beim Akkuwechsel gesichert.

Ich fahre Packraft. Häh, was machst Du ?

Unwissende, oder auch manchmal böse Menschen, setzen Packrafts ja mit Schlaubooten gleich. Zugegeben, so ein Badeboot besteht auch aus einem – oderen mehreren – Luftschläuchen, das haben sie durchaus mit einem Packraft gemein.

Man kann auch noch andere Gemeinsamkeiten finden, z. B. die geringere Spurtreue, bzw Drehfreudigkeit, auch die Anmutung von „Gummiboot“ und den damit verbundenen Eindruck von Empfindlichkeit. Aber … nein, es sind wirklich nicht einfach „Schlauchboote“ ! Auch wenn wir noch vergleichsweise wenig von diesen Booten gehört haben – zumindest in Deutschland – so ist die eigentliche Idee schon sehr alt:

Bereits Im Jahr 1844 erdachte Sir Peter Halkett, ein Lieutenant der Britischen Navy, ein „Cloak-Boat“ oder auch „Cloth-Boat“. Wobei „Cloth“ sich auf zwei Dinge bezog: es war das erste aufblasbare Boot überhaupt und nur aus Stoff (Cloth). Es war aber auch tatsächlich ein Kleidungsstück (Cloth), nämlich ein Mantel (Cloak) aus India Rubber (Kautschuk). Halketts Boot wurde als Mantel getragen und als Boot gefahren, vornehmlich in der kanadischen Wildnis, Packrafting wie wir es auch heute definieren würden. Ein Spazierstock wurde zum Paddel und ein Schirm diente als Segel – also auch noch multiuse, der Mann war seiner Zeit absolut voraus.

Den kommerziellen Grundstein legte im Jahr 1913 der Berliner Hermann Meyer, welcher „ein beidseitig benutzbares, aufblasbares Wasserfahrzeug“ patentrechtlich schützen ließ. Auch wenn dies noch nicht den Kriterien von heute entsprach, war es doch ein transportables Wasserfahrzeug. Die Entwicklung ging dann aber in eine ganz andere Richtung, die Gummi-Boote wurden größer und immer schwerer. Eine kleine Fan-Gemeinde blieb den kleinen, transportablen Booten aber durchaus erhalten. In den 70er Jahren tauchte dann der Begriff Packraft auf, um dann Anfang der 2000er Jahre eine Wiedergeburt zu erfahren. Neue Materialen und ebensolche Techniken ermöglichten völlig neue Wege: leichter und kleiner. Ein Boot für den Rucksack und den See/Fluß, inklusive Wildwasser. Seit 2015 etwa verließen Packrafts ihre Nische, der Markt öffnete sich und erreicht immer mehr Menschen.

Erstens kommt es anders …

.. und dann macht man was Neues.

War doch letztes Jahr noch der Plan gemeinsam mit einem Kanadier die Wasserwelt zu erkunden, sieht es jetzt doch etwas anders aus. Der Wunsch nach Erkundung von Seen und Flüssen ist durchaus geblieben –  also bei mir, nur das Wasserfahrzeug hat einen grundlegenden Wandel erfahren. Aus dem ca 40 kg schweren Kanadier wurde ein Boot für den Rucksack, das nur etwas mehr als 1/10 des Kajütkreuzers auf die Waage bringt.  Der Gedanke dahinter: Mit Bus/Bahn/Zug zum Gewässer fahren und dort einfach lospaddeln. Auch Trekkingtouren, mit und ohne Übernachtungen, sind damit durchaus machbar. Dann wird nur der Rucksack entsprechend voller (… und schwerer).

Wie vollzieht man einen solchen Wandel vom Festrumpf zum aufblasbaren Luftboot ? Zum einen hilft Youtube mit den entsprechenden Beiträgen erfahrener Packrafter (z. B. Kai Sackmann und Stadtgecko mit ihren wunderbaren Videos) dabei weiter und zum anderen kann man sich die entsprechenden Gefährte auch ausleihen. Der Anfibio Packrafting-Store, einer der großen Verkäufer für diese Boote und TrekPack, die sich aufs Verleihen von Packrafts spezialisiert haben. Möglicherweise gibt es auch noch andere Adressen, aber diese beiden sind meine „Anlaufpunkte des Vertrauens“. Nachdem ich beim Packrafting-Store das Boot, welches mich interessierte, nicht gefunden habe folgte ich dem Link zu TrekPack und die hatten alles, was ich ausprobieren wollte.

Aber dazu gibt es dann auf der entsprechenden Seite mehr.

Welchen Neoprenanzug in der kalten Jahreszeit, sprich im Winter ?

Welche Dicke braucht man beim Neoprenanzug im kalten Wasser ?

Thermometer zeigt 1,1 GradEine Frage, die scheinbar nicht so leicht zu beantworten ist, wie ich feststellen mußte.
Als dieses Thema aufkam, eigentlich ja nur als wärmende Bekleidung im Fall einer Kenterung beim Paddeln, suchte ich im Internet rauf und runter. Teure Spezialkleidung fiel wegen des sehr hohen Anschaffungswiderstandes gleich aus. Einfach nur warme Klamotten und darüber wasserabweisende Kleidung war auch nicht wirklich Thema. Mit unserem Boot ist im Fall eines Kenterns möglicherweise auch längeres Schwimmen notwendig.
So blieb dann nur noch Nassneopren über, also ein Taucheranzug. Die Temperaturangaben, die ich dann las, klangen sehr ernüchternd. Wollten wir doch auch im Dezember und später paddeln, aber irgendwie waren die dann zu erwartenden Wassertemperaturen wohl nicht mehr mit Neoprenstärken, die noch flexibel genug wären.
Aber dann gab es irgendwo die Erklärung, dass solche Angaben sich immer aufs Tauchen bezögen und Neopren natürlich bei dem höheren Druck in der Tiefe deutlich an Dicke abnimmt und damit natürlich die Isolationswirkung schlechter wird. Die Beweglichkeit war Kraulen im Neoprenanzugder ausschlaggebende Faktor, bei der Entscheidung für die Aqualung Neoprenanzüge. Die AquaFlex Wetsuits in 5 mm bieten auch beim Paddeln ausreichend Spielraum und mußten dann nur noch ihre Schutzwirkung zeigen. Hatte ich doch so widersprüchliche Aussagen gefunden, dass ich schon glaubte, 5 mm seien viel zu wenig. 15 – 21 Grad Wassertemperatur war auf einer Tauchseite zu lesen. Solche Temperaturen wollten wir eigentlich weit unterbieten, aber eben nur an der Wasseroberfläche.
Also ausprobieren.
Im Oktober bei knappen 20 Grad war es einfach nur klasse.
Dann kam der November und Luft sowie Wasser kühlten immer weiter ab. Die Anzüge hatten 5 mm und unsere Neoprensocken 2,5. Bei über 10° Wassertemperatur war das auch an den Füßen noch für eine gute halbe Stunde erträglich. Aber es war uns klar, wird das Wasser kälter, oder die Verweildauer länger, müssen dickere Socken (oder Tauchschuhe) und Handschuhe, sowie Hauben her. Die nächsten versuche waren dann bei ca 10° und die 2 mm Handschuhe hielten nicht allzu lang warm, der Rest war sehr gemütlich. Gegen die kalten Wassereinbrüche ab und an im Janine schwimmt im Neoprenanzug durch den NebelRückenbereich (Backzip) kam dann noch eine 2,5 mm Eisweste hinzu und 5 mm Handschuhe. Dazu ebenso dicke Tauchschuhe, die sich als sehr praktisch erwiesen. Die Temperaturen fielen jetzt auf 5° Celsius und so ausgestattet war das auch für 25 – 30 Minuten völlig angenehm. Es waren wieder die Hände, die dann zur Aufgabe zwangen. Auch an den Füßen könnte man noch etwas nachbessern – also hat die Frau des Hauses kurzerhand ihre Socken eingekürzt und in den Schuhen angezogen. So schwammen wir dann bei knapp 4 Grad wieder unsere 20 – 30 Minuten und empfanden das als sehr angenehm. Im Bereich des Taucheranzuges war es regelrecht warm, hatten da schon im Sommer kälter gebadet. Unsere bisher tiefste Temperatur waren 1,1 ° bei -2° Lufttemperatur. Wieder sind die Hände der begrenzende Faktor.
Janine geht im Sonnenaufgang im Neoprenanzug ins WasserAbschließend kann man sagen, dass für uns 5 mm Nasstauchanzüge völlig ausreichen um bei Temperaturen um 0° Celsius noch angenehm zu schwimmen – eine Havarie mit dem Boot überstehen wir so mit Sicherheit. Nun ist das Kälteempfinden aber ja auch eine ganz individuelle Sache, das sehen wir zwei ja schon bei uns.

Zeit zum Schwimmen

Ein Tag im Januar, morgens noch wunderbar sonnig – genau richtig zum Winterschwimmen, dachten wir uns.
Nebel auf dem Otto-Maigler-See im JanuarLeider war es gegen Nachmittag dann nur noch grau und kalt. Aber soll man sich davon abschrecken lassen ? Nein, es war so geplant, schwimmen zu gehen. Also rein in die Klamotten von Aqualung und ab zum Otto-Maigler-See. Dort herrschte reger Betrieb, ok, keine Schwimmer, „nur“ Spaziergänger. Die nahmen allerdings keine große Notiz von uns. Diesmal haben wir die Wassertemperatur gleich zweifach gemessen, mit einem Laserthermometer und mit dem bekannten Badethermometer – die Messungen waren fast identisch: 3,6 Grad Celsius zeigte das Digitale. Unsere bisher niedrigste Wassertemperatur ! Wie lange wir es wohl darin aushalten werden ? Also nicht lange von den Enten stören lassen, sondern rein ins Wasser, bevor der Nebel möglicherweise doch noch dichter wird. Daraus wurde dann unser zweites Schwimmen für das Jahr 2022. Eine gute halbe Stunde hielten wir dann tatsächlich aus, bevor es wieder die Finger waren, die die Verweildauer limitierten. Einige Meter von uns entfernt war ein anderes Paar im Wasser, die es allerdings bevorzugten normale Badekleidung zu tragen – wow, das nenne ich abgehärtet.
Wir werden unser Winterschwimmen weiter in Neopren fortsetzen und freuen uns schonJanine und Helmut kommen im Neoprenanzug aus dem Otto-Maigler-See darauf, dass es vielleicht tatsächlich noch richtig winterlich werden wird. Bei Eis und Schnee ins Wasser …
Aber bis dahin werden wir mit dem Wetter vorliebnehmen, das wir kriegen.

Ein frohes Neues Jahr und alles Gute für 2022

Ich wünsche allen Besuchern meiner Seite ein schönes 2022 und alles erdenklich Gute, sowie viel Spass und schöne Aktionen. Ich kam vor Silvester auf die Idee, man könnte ja auch mal anders ins neue Jahr kommen, als immer dieses „Rutschen“ 🙂 Gedacht, getan und schon brachen wir so gegen 23:15 Uhr zum Otto-Maigler-See auf und wollten den Jahreswechsel im Wasser verbringen – rundherum Feuerwerk war eine schöne Vorstellung. Leider fiel dieses auf Grund der besonderen Umstände eher spärlich aus, aber es war ein schönes Erlebnis.

Schwimmen im Winter

Wenn man schon einen Neoprenanzug (aka Neo) hat, dann könnte man den doch auch noch mehrfach nutzen, dachten wir uns. Da wir ja erst im Oktober mit dem ganzen Spass angefangen haben, nahmen die Luft- und Wassertemperaturen naturgemäß immer weiter ab, also ist unsere eigentliche Schwimmsaison definitiv am Ende angekommen. Also bisher zumindest.

Janine mit Neoprenanzug im Otto-Maigler-SeeAnfang Oktober, bei strahlendem Sonnenschein und über 20 Grad Lufttemperatur, fand Janine das Dümpeln im Wasser ja sehr toll. Der Auftrieb des Neos gab dem ganzen so ein Gefühl von Totem Meer. Aber dann wurde es immer kühler und unsere Besuche am Otto-Maigler-See waren eher am späten Nachmittag – nicht mehr so viel Sonne. Die AquaFlex 5mm Wetsuits von Aqualung hatten sich ja bereits bei den ersten Versuchen als gute Entscheidung bestätigt und nun wollen wir sie auch zum Schwimmen ausprobieren.

Schwimmen im Tauch- bzw Surfneo, das geht nicht ! So liest man es auf allen möglichen Janine mit Neoprenanzugfachkundigen Seiten. Natürlich werden wir keinen Triathlon bestreiten, oder irgendwelche Bestzeiten hinlegen können. Aber das möchten wir ja auch nicht. Lediglich zu einer Jahreszeit, da man allerhöchstens im Chlorwasser eines Hallenbades planscht, noch draußen einen See genießen. Die klare, kalte Luft und das nicht minder frische Wasser. Dazu die herbstliche – und bald auch winterliche – Umgebung, das ist eine verlockende Vorstellung. Es sei aber ganz deutlich gesagt: ein Tauchneo ist kein Schwimmneoprenanzug und beeinträchtig dementsprechend die Bewegung deutlich mehr ! Wer wirklich sportliche Ambitionen hat, ist mit unserem Equipment nicht gut beraten.

Also was brauchen wir noch dazu ? Heutzutage hat der Mensch das Internet und kann sich schlau machen. Oh weh.  Aber irgendwann wußten wir schon was empfohlen ist. So gingen wir noch etwas bei BlueMarlin in Köln einkaufen, um uns dann an einer anderen Stelle, bezeichnenderweise unterhalb des Strandbades, in die die Fluten des Otto-Maigler-Sees zu stürzen.

Helmut im Otto-Maigler-SeeBekleidet mit Neo und 2,5 mm Neoprensocken, darüber Badeschuhe, wegen des Weges und der Steine am Ufer, war das schon ein tolles Gefühl. Das Wasser war mit 10 Grad Celsius auch am Kopf und den Händen erträglich. Nach ca 15 Minuten aber dann auch nicht mehr. Neue Einkaufsliste: Handschuhe und Kopfhauben. Da man ja auch Wärme über den Kopf verliert, muß da dringend noch aufgerüstet werden. Auch dabei entschieden wir uns für Aqualung, Hauben und auch die Handschuhe in 5 mm Stärke. Erste Versuche von Janine mit Handschuhen in 3 mm Stärke waren nicht  überzeugend. Bei den Hauben sollte man unbedingt auf einen genügend langen Kragen achten, wenn man sich im Oberkörper viel bewegt, sonst ist dort der Wassereinbruch vorprogrammiert. 3 mal dürft ihr raten, was ich noch ändern muß. Apropos Wassereinbruch. Die AquaFlex Anzüge verfügen zwar über eine besondere Konstruktion beim Rückenreißverschluß, aber trotzdem kamen dort immer wieder sehr frische Wasserströme in den Anzug. Nicht wirklich schlimm, aber störend. Auch erwiesen sich die Neosocken hart an der Grenze. Für längere Zeit im Wasser und/oder niedrigere Temperaturen würden 2,5 mm sicher nicht mehr ausreichen. Sollten wir uns doch Neoprenschuhe zulegen ? Dann bräuchte man auch keine Badeschuhe mehr …  Aber erst einmal spielen wir, zur Erheiterung der Spaziergänger, am 11. 11. ein bisschen Wasserball. Kölle Alaaf !

Janine und Helmut spielen am 11. 11. im Otto-Maigler-See mit einem Wasserball

Wie es damit weitergeht, findet ihr dann unter Wassersport

 

Ein neues Hobby …

… oder vielleicht doch sogar 2 ?

Neu ist es auch nicht wirklich, nahm es doch schon vor ca 3 Jahren seinen Anfang. Ein in Aussicht gestellter Kanadier weckte Jugenderinnerungen und paßte genau zur Lust am Wasser. Schnell wurde der Wunsch danach, mit einem solchen Boot über Seen und Flüße zu paddeln, immer stärker. Nach entsprechender Literatur wurde gesucht, Youtube-Videos konsumiert, geschaut was man an Ausrüstung braucht (bis hin zur Hundeschwimmweste). Aber leider wurde aus diesem Boot nichts, es fiel einem „Unfall“ zum Opfer. In der folgenden Zeit haben wir immer mal auf den einschlägigen Verkaufsplattformen geguckt, aber die Preise waren weit jenseits des Erschwinglichen. Dann kam er im Herbst doch, der langersehnte Zufall. Es wurde in Köln von jemandem der Eigenbau eines Bootsbauers angeboten, da wollte jemand Platz schaffen. Der Preis paßte uns und das Äußere des Kanadiers gefiel uns auf Anhieb: mit Holzdeck und zwei Einstiegsluken – etwas völlig verrücktes.
Ob das alles wirklich Sinn macht, praktisch ist und gar für längere Touren genug Platz bietet ?
E-tumleHs KanadierEgal, das Teil sieht klasse aus.

Angeguckt und für gut befunden … gekauft.

Der Dachgepäckträger war ja bereits vorhanden und auch andere Dinge, die man für ein solches Hobby braucht, hatten wir bekommen (danke, Rudi 🙂 ). Also Boot aufs Dach und ab nachhause.

Nun waren wir also Bootsbesitzer !

 

So ein Kanadier macht sich wirklich gut auf einem Golf 2.

E-tumleHs Kanadier auf einem Golf 2

Erste Fahrten auf dem Otto-Maigler-See ließen dann auch nicht mehr lange warten. Die warme Sommersaison, eigentlich wäre die ja zum Eingewöhnen gut gewesen, lag schon hinter uns, wir hatten mittlerweile Oktober und es wurde immer kühler. Da macht man sich schon Gedanken um die Wassertemperatur, wir wollten ja eigentlich auch in den nächsten Monaten paddeln, um uns dadurch die nötige Sicherheit für kommende Projekte in 2022 anzueignen.
Janine im Kanadier auf dem Otto-Maigler-SeeWas trägt also der erfahrene Paddler bei niedrigen Temperaturen ?
Schnell war klar, da gibt es keine einfache, allgemeingültige Erklärung.
Von ganz „normal“, über wasserdicht außen und warm drunter, bis hin zu Trockentauchanzügen, ist alles vorhanden.
Auf unserem „Haussee“ würde es im Falle eines Kenterns schon eine ganze Weile dauern, bis wir von der Seemitte wieder am Ufer wären. Ein Wiederflottmachen, einsteigen und an Land fahren, ist mit unserer Bootskonstruktion eher illusorisch, also muß unsere Kleidung auch im Wasser für gute Isolation und Beweglichkeit sorgen.

Ein Nasstauchanzug und etwas gegen den Wind darüber, dahin gingen unsere Gedanken. Letzteres war ja eh schon vorhanden.
Janine und Helmut im Kanadier auf dem Otto-Maigler-SeeHmmm … Neopren, wie dick soll es sein ? Ab wann wird es zu unflexibel ? Wir wollen ja paddeln und nicht tauchen. Außerdem gibt es da ja auch noch die monetäre Schmerzgrenze – oberhalb derer die Auswahl nahezu grenzenlos ist. Spezielles Neopren- (oder auch Trocken-)zeug fürs Paddeln … rrrrrrrrrrrrr.
Wir entschieden uns dann, der Zufall spielte aber auch wieder mit, für 5 mm Neopren in einer besonders flexiblen Art. Dank eines Tauchanbieters in Köln, Blue Marlin, konnte Janine einen Vergleich starten und Anzüge im Laden anprobieren. Dann entschieden wir uns für Anzüge von Aqualung. Allerdings hatten wir uns eine denkbar ungünstige Zeit für den Kauf unserer Neoprenausrüstung ausgesucht. Corona hat auch hier einige Auswirkungen – Lieferengpässe und ewige Wartezeiten.
Erste Probefahrten (zumindest von ihr) ergaben eine völlig zufriedenstellende Bewegungsfreiheit. Dann kam auch Janines erster Wassertest – klasse war’s, sagte sie. Janine mit Schwimmweste im WasserDank des Auftriebs blieb sie mit der Schwimmweste wie ein Korken an der Wasseroberfläche. Aber auch ohne Schwimmweste hat der Neo einen angenehmen Auftrieb. Ich versuchte derweil noch immer einen passenden Anzug zu bekommen.

Da ergab sich eine neue Überlegung und es erfolgte eine Trennung des Wasserhobbys in zwei Richtungen:
1. Paddeln im Kanadier
2. Man könnte nun ja auch in der kalten Jahreszeit schwimmen gehen … hmmmm.

Ja ja, man kann in Tauch- bzw Surfneos nicht schwimmen, das lese ich auf jeder dritten Seite. Es sei euch gesagt: man kann !!! Natürlich kein Wettkampfschwimmen, keinen Triathlon – aber das wollen wir ja auch nicht. So ein ganz normales sich im Wasser fortbewegen.
Auf diese Weise wurde dann aus dem Paddeln gleich noch angehendes Winterschwimmen. Dazu brauchte esHelmut und Ente im Otto-Maigler-See dann natürlich weiteres Equipment und damit ging es wieder an den See, diesmal blieb der Kanadier zuhause.
Im Neopren hin ist ja kein Problem, aber nass zurück ? Nee, geht nicht. Also auf dem Parkplatz umziehen – ein Unterfangen, welches wir noch optimieren müssen. Bei 10 – 12 Grad Celsius Außentemperatur funktionierte es bisher ganz gut, aber wenn die Temperaturen noch fallen, was sie ja naturgemäß tun werden, muß das schneller gehen als bisher. Was ist bei Regen und Schnee ? Alles „Probleme“, die noch gelöst werden wollen. Aber wie gesagt, dazu an anderer Stelle – unter Wassersport – mehr.

Ausgiebige Testfahrten im Neopren stehen noch aus. Mal schauen, wie sich das bewährt und ob die jetzige Sitzhöhe im Boot angenehm ist.