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Ein frohes Neues Jahr und alles Gute für 2022

Ich wünsche allen Besuchern meiner Seite ein schönes 2022 und alles erdenklich Gute, sowie viel Spass und schöne Aktionen. Ich kam vor Silvester auf die Idee, man könnte ja auch mal anders ins neue Jahr kommen, als immer dieses „Rutschen“ 🙂 Gedacht, getan und schon brachen wir so gegen 23:15 Uhr zum Otto-Maigler-See auf und wollten den Jahreswechsel im Wasser verbringen – rundherum Feuerwerk war eine schöne Vorstellung. Leider fiel dieses auf Grund der besonderen Umstände eher spärlich aus, aber es war ein schönes Erlebnis.

Schwimmen im Winter

Wenn man schon einen Neoprenanzug (aka Neo) hat, dann könnte man den doch auch noch mehrfach nutzen, dachten wir uns. Da wir ja erst im Oktober mit dem ganzen Spass angefangen haben, nahmen die Luft- und Wassertemperaturen naturgemäß immer weiter ab, also ist unsere eigentliche Schwimmsaison definitiv am Ende angekommen. Also bisher zumindest.

Anfang Oktober, bei strahlendem Sonnenschein und über 20 Grad Lufttemperatur, fand Janine das Dümpeln im Wasser ja sehr toll. Der Auftrieb des Neos gab dem ganzen so ein Gefühl von Totem Meer. Aber dann wurde es immer kühler und unsere Besuche am Otto-Maigler-See waren eher am späten Nachmittag – nicht mehr so viel Sonne. Die AquaFlex 5mm Wetsuits von Aqualung hatten sich ja bereits bei den ersten Versuchen als gute Entscheidung bestätigt und nun wollen wir sie auch zum Schwimmen ausprobieren.

Schwimmen im Tauch- bzw Surfneo, das geht nicht ! So liest man es auf allen möglichen fachkundigen Seiten. Natürlich werden wir keinen Triathlon bestreiten, oder irgendwelche Bestzeiten hinlegen können. Aber das möchten wir ja auch nicht. Lediglich zu einer Jahreszeit, da man allerhöchstens im Chlorwasser eines Hallenbades planscht, noch draußen einen See genießen. Die klare, kalte Luft und das nicht minder frische Wasser. Dazu die herbstliche – und bald auch winterliche – Umgebung, das ist eine verlockende Vorstellung. Es sei aber ganz deutlich gesagt: ein Tauchneo ist kein Schwimmneoprenanzug und beeinträchtig dementsprechend die Bewegung deutlich mehr ! Wer wirklich sportliche Ambitionen hat, ist mit unserem Equipment nicht gut beraten.

Also was brauchen wir noch dazu ? Heutzutage hat der Mensch das Internet und kann sich schlau machen. Oh weh.  Aber irgendwann wußten wir schon was empfohlen ist. So gingen wir noch etwas bei BlueMarlin in Köln einkaufen, um uns dann an einer anderen Stelle, bezeichnenderweise unterhalb des Strandbades, in die die Fluten des Otto-Maigler-Sees zu stürzen.

Bekleidet mit Neo und 2,5 mm Neoprensocken, darüber Badeschuhe, wegen des Weges und der Steine am Ufer, war das schon ein tolles Gefühl. Das Wasser war mit 10 Grad Celsius auch am Kopf und den Händen erträglich. Nach ca 15 Minuten aber dann auch nicht mehr. Neue Einkaufsliste: Handschuhe und Kopfhauben. Da man ja auch Wärme über den Kopf verliert, muß da dringend noch aufgerüstet werden. Auch dabei entschieden wir uns für Aqualung, Hauben und auch die Handschuhe in 5 mm Stärke. Erste Versuche von Janine mit Handschuhen in 3 mm Stärke waren nicht  überzeugend. Bei den Hauben sollte man unbedingt auf einen genügend langen Kragen achten, wenn man sich im Oberkörper viel bewegt, sonst ist dort der Wassereinbruch vorprogrammiert. 3 mal dürft ihr raten, was ich noch ändern muß. Apropos Wassereinbruch. Die AquaFlex Anzüge verfügen zwar über eine besondere Konstruktion beim Rückenreißverschluß, aber trotzdem kamen dort immer wieder sehr frische Wasserströme in den Anzug. Nicht wirklich schlimm, aber störend. Auch erwiesen sich die Neosocken hart an der Grenze. Für längere Zeit im Wasser und/oder niedrigere Temperaturen würden 2,5 mm sicher nicht mehr ausreichen. Sollten wir uns doch Neoprenschuhe zulegen ? Dann bräuchte man auch keine Badeschuhe mehr …  Aber erst einmal spielen wir, zur Erheiterung der Spaziergänger, am 11. 11. ein bisschen Wasserball. Kölle Alaaf !

Wie es damit weitergeht, findet ihr dann unter Wassersport

 

Ein neues Hobby …

… oder vielleicht doch sogar 2 ?

Neu ist es auch nicht wirklich, nahm es doch schon vor ca 3 Jahren seinen Anfang. Ein in Aussicht gestellter Kanadier weckte Jugenderinnerungen und paßte genau zur Lust am Wasser. Schnell wurde der Wunsch danach, mit einem solchen Boot über Seen und Flüße zu paddeln, immer stärker. Nach entsprechender Literatur wurde gesucht, Youtube-Videos konsumiert, geschaut was man an Ausrüstung braucht (bis hin zur Hundeschwimmweste). Aber leider wurde aus diesem Boot nichts, es fiel einem „Unfall“ zum Opfer. In der folgenden Zeit haben wir immer mal auf den einschlägigen Verkaufsplattformen geguckt, aber die Preise waren weit jenseits des Erschwinglichen. Dann kam er im Herbst doch, der langersehnte Zufall. Es wurde in Köln von jemandem der Eigenbau eines Bootsbauers angeboten, da wollte jemand Platz schaffen. Der Preis paßte uns und das Äußere des Kanadiers gefiel uns auf Anhieb: mit Holzdeck und zwei Einstiegsluken – etwas völlig verrücktes.
Ob das alles wirklich Sinn macht, praktisch ist und gar für längere Touren genug Platz bietet ?
Egal, das Teil sieht klasse aus.

Angeguckt und für gut befunden … gekauft.

Der Dachgepäckträger war ja bereits vorhanden und auch andere Dinge, die man für ein solches Hobby braucht, hatten wir bekommen (danke, Rudi 🙂 ). Also Boot aufs Dach und ab nachhause.

Nun waren wir also Bootsbesitzer !

 

So ein Kanadier macht sich wirklich gut auf einem Golf 2.

Erste Fahrten auf dem Otto-Maigler-See ließen dann auch nicht mehr lange warten. Die warme Sommersaison, eigentlich wäre die ja zum Eingewöhnen gut gewesen, lag schon hinter uns, wir hatten mittlerweile Oktober und es wurde immer kühler. Da macht man sich schon Gedanken um die Wassertemperatur, wir wollten ja eigentlich auch in den nächsten Monaten paddeln, um uns dadurch die nötige Sicherheit für kommende Projekte in 2022 anzueignen.
Was trägt also der erfahrene Paddler bei niedrigen Temperaturen ?
Schnell war klar, da gibt es keine einfache, allgemeingültige Erklärung.
Von ganz „normal“, über wasserdicht außen und warm drunter, bis hin zu Trockentauchanzügen, ist alles vorhanden.
Auf unserem „Haussee“ würde es im Falle eines Kenterns schon eine ganze Weile dauern, bis wir von der Seemitte wieder am Ufer wären. Ein Wiederflottmachen, einsteigen und an Land fahren, ist mit unserer Bootskonstruktion eher illusorisch, also muß unsere Kleidung auch im Wasser für gute Isolation und Beweglichkeit sorgen.

Ein Nasstauchanzug und etwas gegen den Wind darüber, dahin gingen unsere Gedanken. Letzteres war ja eh schon vorhanden.
Hmmm … Neopren, wie dick soll es sein ? Ab wann wird es zu unflexibel ? Wir wollen ja paddeln und nicht tauchen. Außerdem gibt es da ja auch noch die monetäre Schmerzgrenze – oberhalb derer die Auswahl nahezu grenzenlos ist. Spezielles Neopren- (oder auch Trocken-)zeug fürs Paddeln … rrrrrrrrrrrrr.
Wir entschieden uns dann, der Zufall spielte aber auch wieder mit, für 5 mm Neopren in einer besonders flexiblen Art. Dank eines Tauchanbieters in Köln, Blue Marlin, konnte Janine einen Vergleich starten und Anzüge im Laden anprobieren. Dann entschieden wir uns für Anzüge von Aqualung. Allerdings hatten wir uns eine denkbar ungünstige Zeit für den Kauf unserer Neoprenausrüstung ausgesucht. Corona hat auch hier einige Auswirkungen – Lieferengpässe und ewige Wartezeiten.
Erste Probefahrten (zumindest von ihr) ergaben eine völlig zufriedenstellende Bewegungsfreiheit. Dann kam auch Janines erster Wassertest – klasse war’s, sagte sie. Dank des Auftriebs blieb sie mit der Schwimmweste wie ein Korken an der Wasseroberfläche. Aber auch ohne Schwimmweste hat der Neo einen angenehmen Auftrieb. Ich versuchte derweil noch immer einen passenden Anzug zu bekommen.

Da ergab sich eine neue Überlegung und es erfolgte eine Trennung des Wasserhobbys in zwei Richtungen:
1. Paddeln im Kanadier
2. Man könnte nun ja auch in der kalten Jahreszeit schwimmen gehen … hmmmm.

Ja ja, man kann in Tauch- bzw Surfneos nicht schwimmen, das lese ich auf jeder dritten Seite. Es sei euch gesagt: man kann !!! Natürlich kein Wettkampfschwimmen, keinen Triathlon – aber das wollen wir ja auch nicht. So ein ganz normales sich im Wasser fortbewegen.
Auf diese Weise wurde dann aus dem Paddeln gleich noch angehendes Winterschwimmen. Dazu brauchte es dann natürlich weiteres Equipment und damit ging es wieder an den See, diesmal blieb der Kanadier zuhause.
Im Neopren hin ist ja kein Problem, aber nass zurück ? Nee, geht nicht. Also auf dem Parkplatz umziehen – ein Unterfangen, welches wir noch optimieren müssen. Bei 10 – 12 Grad Celsius Außentemperatur funktionierte es bisher ganz gut, aber wenn die Temperaturen noch fallen, was sie ja naturgemäß tun werden, muß das schneller gehen als bisher. Was ist bei Regen und Schnee ? Alles „Probleme“, die noch gelöst werden wollen. Aber wie gesagt, dazu an anderer Stelle – unter Wassersport – mehr.

Ausgiebige Testfahrten im Neopren stehen noch aus. Mal schauen, wie sich das bewährt und ob die jetzige Sitzhöhe im Boot angenehm ist.