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Was nicht über Bord gehen soll …

… muß man anbinden.

Da sind zum Beispiel Handy und GoPro, bei denen ich mir immer Gedanken mache, wie ich vermeide sie zu verlieren. Das Handy benutze ich häufig doch etwas sorglos und gehe da Risiken ein. Wenn es einfach so auf dem Spritzdeck liegt, könnte es schon wie auf einem Trampolin von Bord katapultiert werden –  es braucht nur die richtige Welle. Die GoPro ist zwar gesichert, wenn sie auf dem Schwanenhals ist, aber was ist beim Akkuwechsel ? Richtig, da habe ich sie einfach nur in der Hand. Also galt es da etwas zu tun …

Sicherungspad für HandyBeim Handy läßt sich ja auf fertige Produkte zurückgreifen und sei es so ein wasserdichter Plastikbeutel. Wenn das Handy schon wasserdicht ist (ist es, habe ich schon eingehend getestet), dann wollte ich darauf auch verzichten, machen sie die Bedienung doch nicht einfacher. Janine machte mich auf genau das richtige Produkt aufmerksam: ein PE-Pad mit einer kleinenHandy mit Lanyard gesichert Lasche, an der ein D-Ring befestigt ist. So etwas wie dieses hier. Das ganze wird im Bumper verklebt und die Lasche durch die Öffnung für den USB-Stecker geführt. Die Lasche ist dünn genug, um den Stecker nicht zu behindern. Das ganze funktioniert wunderbar.

 

Für die GoPro scheint es tatsächlichts nichts adäquates zu geben, um die Kamera zu sichern, wenn man sie aus dem Gehäuse oder Rahmen nimmt – zumindest habe ich nichts dergleichen gefunden. Aber so ein Haushalt, in dem eine schneidernde Frau zuhause ist, hat immer irgendwelche Stoff-Fummel-Pröbchen herumfliegen. So auch bei uns, sie wurden für andere (Outdoor)Zwecke geordert und dabei war dann auch genau das richtige Material vorhanden. Ein Ripstop-Nylon, GoPro mit Lanyard gesichertaus dem sich ein kleiner Patch schneiden ließ, einen Spalt in die Mitte und dadurch eine kleine Schlaufe des gleichen Materials ziehen, auf der Rückseite verkleben und trocknen lassen. Das ganze Konstrukt habe ich mir dann unten auf die Vorderseite meiner GoPro geklebt (UHU plus schnellfest 2K). Mittels Karabiner wird dann ein Band befestigt und schon ist die Kamera auch beim Akkuwechsel gesichert.

Der Kletterrucksack – oder: Wie transportiere Ich Meine Kletterausrüstung ?

So einen geeigneten Kletterucksack finden und nicht Unsummen dafür ausgeben, das war das erklärte Vorhaben.

Eines war mir klar, mit 25 – 40 Liter komme ich nicht aus, der benötigte Platz ist doch schon größer als so ein Daypack hergeben könnte. Bei den bekannten Herstellern (z. B. Edelrid, Mammut, Petzl, Salewa und noch einige andere ) für Kletterausrüstung gibt es ja eine Vielzahl an Packtaschen, sowie Ruck- und Packsäcke, aber die meisten haben auch stolze Preise.  Alter Bundeswehr Seesack in olivIrgendwann fiel mir mein mehr als 30 Jahre alter BW-Seesack ein, der müßte doch auf jeden Fall groß genug sein. Da ich ihn auch nicht jeden Tag und auf langen Trekkingtouren benutzen möchte, sollte der doch ausreichen … hmmm.
Ok, der ist schon recht groß.
Paßte doch alles rein, was ich so aufbieten kann und es wäre noch immer Platz. Allerdings ist die Form, die er dann auf dem Rücken einnimmt, sehr unbequem und auch die Tragegurte sind zu schmal, als dass sie nicht einschneiden würden. Die obere Befestigung der Tragegurte drückt unangenehm auf die Schulterblätter und der untere Rand des Seesacks genau auf die Lendenwirbel. Das war mit ca 10 kg, nach ebenso vielen Kilometern, nur noch unangenehm.
Also nicht praktikabel.

Kletterausrüstung vor SeesackBei Amazon sah ich dann einen Seesack der Marke normani. Diesen gibt es auch in diversen Farben, also nicht nur oliv – und passenderweise auch in schwarz. Soll 90 Liter Volumen haben und einen seitlichen Tragegriff, sowie gepolsterte Schultergurte. Gefertigt aus Baumwoll-Canvas, da könnte man ihn möglicherweise sogar imprägnieren.
Nun ist er da und auch schon beladen.
Auch hier paßt alles rein: Große Rundschlinge als Ankerpunkt, 50 Meter Aufstiegsseil, 15 Meter kurzes Seil, Kurzsicherung, Klettergurt (Petzl Avao Sit), Helm (KASK Superplasma PL), I’D S und ASCENSION, dazu noch diverser Kleinkram (Karabiner etc). Knappe 15 kg verschwanden in dem Seesack „submariner“. Ein bisschen ginge noch rein, ein weiteres Seil zum Beispiel.

Hier die Eckdaten zum Seesack:

Material: 100 % Baumwolle
Volumen: 90 Liter
Höhe: 78 cm
Grundfläche: 32 x 27 cm
Gewicht: 1.227 g
Die „gepolsterten Schultergurte“ na ja, gepolstert ist anders. Aber da kann man ja mit Polstern anderer Hersteller nachrüsten. Auch im unteren Rücken wäre eine leichte Polsterung sicher nicht schlecht.Gefüllter 90 Liter Seesack von normani

Scharfkantige Sachen sollte man vom Stoff des Seesackes fernhalten, ansonsten macht er einen soliden Eindruck.
Natürlich trägt er sich nicht wie ein ausgeklügelter Trekkingrucksack mit entsprechendem Gurtsystem, aber für weniger anspruchsvolle Einsätze duchaus geeignet. Das ganze dann für ca 35 Euro finde ich schon überzeugend.

Wie er sich dann im Alltag schlägt werde ich noch erzählen …