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Outdoornahrung

Besondere Outdoornahrung – muß das wirklich sein ?

Wenn man sich auf einen einfachen Campingtrip, auf Overnighter im heimischen Wald, oder doch auf das große Abenteuer vorbereitet, die Zusammenstellung der Verpflegung fordert einen Großteil des notwendigen Platzes. Die Verkäufer von Outdoornahrung versprechen auch da einen gewissen Vorteil gegenüber „normaler“ Verpflegung.

Das sind wohl die Punkte, mit denen die Outdoorkost punkten soll:
– geringer Platzverbrauch und geringes Gewicht (wobei das eher relativ ist, aber darauf komme ich noch)
– höherer Energiegehalt als normales Essen
– leichte und schnelle Zubereitung

In Punkto geringem Platzverbrauch liegen die Tüten wahrlich weit vorne, sind sie doch kleine und handlich. Beim Gewicht gilt es allerdings die notwendige Wassermenge von 400 – 600 ml (also 400 bis 600 Gramm) pro Portion zu berücksichtigen. Bin ich in einer Situation, wo ich nicht ständig auf Wasser zugreifen kann, muß ich dieses zusätzlich transportieren –> Mehrgewicht, welches zu berücksichtigen ist.
Beim höheren Energiegehalt gilt es ganz genau hinzusehen, sehr häufig hat die Tütensuppe aus dem Supermarkt den gleichen Brennwert – aber zu einem Bruchteil des Preises.
Die Zubereitung … na, leichter kann es wirklich nicht sein: Wasser erhitzen, in den Beutel gießen, warten.

Also spricht doch nichts gegen die „Tactical-Food-Beutel“ ? Na ja, der Preis solcher Trekkingnahrung ist schon happig. Wir haben im Spreewald auch zwei davon ausprobiert (von Adventure Menu) und fanden sie geschmacklich nicht verkehrt. Durch einen Bedienfehler (falsche Markierung im Beutel für die notwendige Wassermenge benutzt) wurde das Ganze eher eine Suppe, also nicht die erwartete Konsistenz, was aber nicht störte. Ist man allerdings von Allergien und Unverträglichkeiten geplagt, wird es schwierig ein abwechslungsreiches Angebot zusammenzustellen.
Also was tun ?
Ganz klar, selber machen !

Getrocknetes Gemüse (Mais, Paprika, Karotten, Zwiebeln etc.) kann man in verwertbaren Mengen und zu moderaten Preisen kaufen, ebenso Instantnudeln und andere Sattmacher. Wie z. B. Reis, Couscous und Kartoffelpüree (ist auch ungeschwefelt zu bekommen !). Für eine zünftige Pasta Bolognese gibt es die Jackfrucht als Fleischersatz. Um sahbig-cremige Soßen zu erzeugen sind wir noch auf der Suche nach laktosefreiem Milchpulver, welches man nicht mit Gold aufwiegen muß.
Das Ganze kann man dann nach eigenem Gutdünken würzen und weiß genau was drin ist.
Einen ersten Test mit Dinkel-Mie-Nudeln haben wir jetzt gemacht, eben als Pasta Bolognese. Unser Fazit: Das geht wunderbar, ist ausbaufähig !

Wir werden uns jetzt einen Grundvorrat an Zutaten zulegen und die experimentelle Küche kann beginnen. So gehen wir dann hoffentlich gut vorbereitet in die kommende Outdoorsaison und dann unsere eigenen Kreationen an Outdoornahrung.